Er wird als Avatar und Gott verehrt...
Er ist von Geburt an mit allen göttlichen Kräften ausgestattet...
Er ist unglaublich präsent, herzlich und fröhlich...
Er lehrt Toleranz, menschliche Werte, Gleichmut, Liebe und Brüderlichkeit...
Er leistet Hilfe und Dienst am Menschen...


Balasai Baba - Alle Religionen sind gleich!Sri Balasai Baba vertritt keine bestimmte Religion, auch wenn Seine religiösen Zeremonien sich am Hinduismus orientieren. Sri Balasai Baba schätzt alle Religionen, weil sie Wege zu Gott sind, deshalb verlangt Er auch von keinem, seine religiösen Vorstellungen aufzugeben. Gott findet sich in allen Religionen, aber er ist auch außerhalb der Religionen anwesend.

Sri Balasai Baba sagt: „Menschen schufen sich im Rahmen ihres Verstandes ein Bild von Gott und schlossen Ihn darin ein. Dann stellten sie ein starres Gedankengebäude um es herum auf, was und wer Gott ist, was Er tun solle, wie Er sich verhalten solle, usw. Sie gaben diesem Konzept den Namen „Religion" und betrachteten es als Gott gleichwertig. Ich will damit nicht sagen, dass es schlecht ist, einer Religion anzugehören, da alle Religionen als Wegweiser auf dem Weg zu Gott dienen. Doch sollte man keine Religion als besser oder schlechter als eine andere ansehen.

Alle Religionen sind gleichwertig und weisen auf die grundlegende Bedeutung des menschlichen Lebens hin. So könnte man jede Religion als die Religion von Liebe und Menschlichkeit bezeichnen. Stellt euer Ego nicht in den Vordergrund, gebraucht es dagegen, um Gott und den Mitgeschöpfen zu dienen. Wenn du deinem Nächsten in selbstloser Weise dienst, dann dienst du damit gleichzeitig Gott, denn Gott wohnt in jedem Einzelnen von euch."

Das Sharva-Dharma-Symbol schmückt den Eingang zum Ashram von Sri Balasai Baba. Es drückt die Gleichheit aller Religionen dieser Welt aus. Stellvertretend für alle Religionen sind 7 Symbole der Religionen dargestellt: Hinduismus (oben), Christentum, Sikhismus, Buddhismus, Jainismus, Zoroastrismus und der Islam. Im Zentrum symbolisiert die Hand Vishnus (Inkarnation, Gottheit), der das Dharma (Rechtschaffenheit, richtiges Bewusstsein) aufrechterhält und für Gerechtigkeit sorgt.


Dharma
Dharma (Sanskrit, eigentlich „Gesetz“) ist einer der zentralen Begriffe des Hinduismus und vorangegangener Religionen. Dharma beinhaltet sowohl die kosmische als auch die menschliche Ordnung. Jeder Mensch hat sein ganz persönliches Dharma.

Der Dharma bestimmt das Leben eines Hindu in vielfältiger Art und Weise. Persönliche Gewohnheiten, soziale und familiäre Bindungen, Fasten und Feste, religiöse Rituale, Obligationen von Gerechtigkeit und Moral. Auch die Regeln der persönlichen Hygiene und Essenszubereitung werden durch den Dharma bestimmt. Dharma bezieht sich auf die ergebene Erfüllung der Pflichten. Die sozialen Pflichten und Verantwortungen hängen von Alter, Lebensstadium, Geschlecht, Kaste und sozialem Status ab. Dies alles hängt von der gegenwärtigen Situation ab. Deshalb gibt es nicht so etwas wie die zehn Gebote, die jeder Mensch einhalten soll. Jeder Mensch hat einen anderen Dharma, abhängig von seinem Karma und seiner Wiedergeburt. Harmonie wird erreicht, wenn jeder seinem persönlichen Dharma folgt. Dies beinhaltet ein System von Normen, das durch allgemeine Ansichten, das Bewusstsein und den Geist der Leute getragen wird.

Der Dharma des einzelnen Menschen hängt stark vom Lebensalter, Geschlecht und Kaste ab. Für die männlichen Angehörigen hoher Kasten gibt es vier Lebensstadien, die mit bestimmten sozialen Pflichten verbunden sind. Varnashrama-dharma bedeutet die Gliederung der hinduistischen Gesellschaft in vier Varnas, d. h. Kasten und vier Lebensstadien (Ashrama). Das Leben eines jeden Menschen wird in vier Phasen eingeteilt:

1. Brahmacarin (Schüler)
2. Grihastha (Haushalter)
3. Vanaprastha (in die Waldeinsamkeit Gehender)
4. Samnyasin (Die Welt Aufgebender)


Die Pflicht des Schülers ist zu lernen und soziale Dienste zu leisten. Als Haushalter soll man heiraten, Kinder haben, die Familie versorgen, den Bedürftigen geben, den sozialen und politischen Bedürfnissen der Community dienen. In die Waldeinsamkeit soll man erst gehen, wenn die familiären Pflichten erfüllt sind. Dann kann man sich von materiellen Dingen lösen und seine eigene Philosophie finden. Die allerletzte Lebensphase ist der Zeitpunkt, die Welt aufzugeben und sein Ziel in der Erlösung zu finden. So hat jede Lebensphase ihre Eigenheiten. Ein lebenslanges Mönchstum gibt es im Hinduismus nicht. Demzufolge gibt es auch keine Klöster mit ordinierten Mönchen.

In Hinduismus gibt es vier Ziele im menschlichen Leben, die Erfüllung des Dharma ist eines davon. Die beiden letzten Ziele gelten als die höchsten:

1. Kama: Genuss, Lust, Sexualität
2. Artha: Wohlstand und Erfolg
3. Dharma: Leben entsprechend den kosmischen Gesetzen
4. Moksha: Erlösung


Weltliches Streben, Lust und Wohlstand werden im Hinduismus nicht abgelehnt. Einen höheren moralischen Stellenwert haben jedoch die beiden letzteren Ziele. Für das tägliche Leben ist Dharma das wichtigste Leitziel, während Moksha ein Ziel in sehr weiter Ferne ist.
Sanatana-dharma, die „ewige Ordnung“, ist die Eigenbezeichnung der Hindus für ihre Religion.


Sharva
Beliebte Erscheinungsform des Gottes Shiva


Vishnu, Hand-Diskus-Symbole im Zentrum
Vishnu, der Gott der Erhaltung, ist der Schutz des Dharma (richtiges Bewusstsein) und der Wächter der Menschlichkeit. Seine bestimmte Aufgabe ist die Erhaltung oder die Bewahrung der göttlichen Ordnung in der Welt. Vishnu hatte 10 Avatars (Inkarnationen). Er nimmt diese an, kommt auf die Erde, um die Menschlichkeit den Menschen näher zu bringen.

Auf Reliefs, Skulpturen und Bildern wird Vishnu mit vier Armen gezeigt und hat ein schmales langes Zeichen in der Form eines „U“ auf der Stirn. Seine Nachfolger (Avatars) tragen das gleiche Zeichen. Er trägt folgende Symbole:

1. eine weiße Muschel, mit der er Sieger über die Dämonen ist.
2. eine drehendes Rad (Diskus), eine Waffe zum Kampf gegen jeden Feind der göttlichen Ordnung.
3. eine goldene Muskatblüte, Symbol seiner königlichen Energie im Reich der Götter.
4. eine Lotosblume, Symbol der Reinheit und ursprüngliche Kreation.


Sein Symbol ist der Vogel Garuda, ein großer Adler, der häufig die Gestalt eines geflügelten Mannes mit einem stark gebogenen Schnabel annimmt.