Er wird als Avatar und Gott verehrt...
Er ist von Geburt an mit allen göttlichen Kräften ausgestattet...
Er ist unglaublich präsent, herzlich und fröhlich...
Er lehrt Toleranz, menschliche Werte, Gleichmut, Liebe und Brüderlichkeit...
Er leistet Hilfe und Dienst am Menschen...


Bhajansingen macht Freude ...Die Inder kennen keine Harmonien bzw. Akkorde wie wir im Westen, daher sind die Bhajans nur als Texte vorhanden. Sollten Sie Bhajans mit Noten und Akkorden in die Hände bekommen, dann ist das extra für westliche Musiker und Sänger gemacht worden.

Für Bhajans gibt es einige grundlegende Dinge, die jeder Bhajanvorsänger und auch jeder Musiker (Tablaspieler, Harmoniumspieler) wissen sollte:
Beim Bhajansingen haben die Instrumente sich dem Vorsänger bzw. dem Chor unterzuordnen. Sie dürfen nicht so laut werden, dass sie die Stimme des Vorsängers übertönen. Der Vorsänger hat „das Sagen“.

An Instrumenten werden in Indien häufig eingesetzt: Zimbeln, Trommeln, Tamburin, Klanghölzer, Rasseln und Harmonium, im Westen auch Gitarren, Flöten, Geigen. Jeder kann sich nicht nur durch Mitsingen und Spielen eines Instrumentes beteiligen, sondern auch durch Klatschen des Rhythmus mit den Händen, was die Ausdruckskraft und Wirkung der Bhajans sehr erhöht. Das Klatschen symbolisiert durch Berührung der Hände den Schritt von der Dualität zur Einheit. Es ist wichtig, dass der Vorsänger „schön“ vorsingt, dass die anderen Menschen von seinem Gesang ergriffen werden und mitschwingen können. Nur wenn der Gesang Raga (Melodie), Tala (Rhythmus) und Bhava (Gefühl) vereint, dann wird das Göttliche anwesend sein, sagt der Hinduismus. Wichtig ist, dass der Gesang Gefühle zum Ausdruck bringt, denn Gott liebt das Gefühl. So sollte den Sänger die Reaktion der Anderen auf den Gesang auch nicht gleichgültig lassen.

Immer wieder müssen wir uns klar machen:
Die Hindu-Musik ist eine verinnerlichte, geistliche und individualisierte Kunst, die sich nicht um symphonische Klangschönheit, sondern um eine persönliche Harmonie mit der Überseele bemüht. Wir singen nicht, damit Gott uns hört, sondern damit wir Gott in uns hören, mit Ihm verschmelzen und mit Seinem Licht eins werden. Der Vorsänger sollte auch die Sanskrit -Worte verstehen und sie richtig aussprechen, denn bei falscher Aussprache oder Betonung wird der Sinn des göttlichen Gesangs verändert.